Overlock oder Coverlock-Maschine: Was brauchst du wirklich?
Eine Overlock versäubert die Kante, eine Coverlock näht elastische Säume: Sie erledigen verschiedene Arbeiten. Hier erfährst du, welche du brauchst und wann sich eine Kombimaschine lohnt.
Wer Jersey und elastische Stoffe näht, landet schnell bei derselben Frage: Brauche ich eine Overlock, eine Coverlock-Maschine oder eine, die beides kann? Die Antwort hängt von einem einzigen Kriterium ab: was du an der Stoffkante erreichen willst.
Welche Arbeit jede Maschine macht
Die Overlock schneidet die Nahtzugabe ab und versäubert sie mit einem Stich, der die Kante umschließt. Sie dient dazu, die Nähte von T-Shirts und Sweatshirts zu schließen, ausfransende Stoffe zu versäubern und einen Rollsaum zu nähen. In unseren Datenbankeinträgen sind die angegebenen Stiche der Brother 1034D zum Beispiel Dreifaden-Overlock, schmaler Dreifaden-Overlock, Vierfaden-Overlock und Dreifaden-Rollsaum.
Die Coverlock-Maschine macht etwas anderes: Sie näht zwei oder drei parallele Reihen auf der rechten Seite und eine Schlinge auf der linken. Das ist der Stich, den du am Saum eines gekauften T-Shirts siehst. Sie schneidet die Kante nicht ab und versäubert sie nicht: Sie dient für Säume, Einfassungen und Applikationen auf Stoffen, die sich dehnen müssen, ohne dass der Faden reißt. Die Brother CV3550 gibt Kettenstich, schmalen Zweinadel-Coverstich, breiten Zweinadel-Coverstich und Dreinadel-Coverstich an. Die Janome Cover Pro 3000 Professional gibt dieselben vier Stiche an.
Die praktische Folge: Mit einer Overlock allein kannst du ein Kleidungsstück fertigen, den elastischen Saum musst du aber mit der Haushaltsnähmaschine nähen, mit Zwillingsnadel oder Zickzackstich. Das funktioniert, hat aber nicht dieselbe Qualität und nicht dieselbe Dehnbarkeit. Mit einer Coverlock allein kannst du dagegen keine Nähte mit Kantenversäuberung schließen.
Für wen die Overlock gedacht ist
Wenn du vor allem Kleidung aus nicht elastischen Stoffen oder aus Jersey nähst und saubere, schnelle Nähte willst, fang mit der Overlock an. Sie verändert das Innere des Kleidungsstücks am meisten.
In unserer Kategorie der Overlock-Modelle findest du die Brother 1034D, die Janome MyLock 644D, die bernette 44 FUNLOCK, die Singer Heavy Duty 0460, die PFAFF hobbylock 2.5 und weitere. Die Einträge nennen die vom Hersteller angegebenen Stiche und die technischen Daten: Schau zuerst, welche Stiche jede Maschine bietet, bevor du auf den Rest schaust. Eine Maschine, die nur Drei- und Vierfaden-Overlock angibt, wie die Brother 1034D, deckt die Grundarbeit ab; brauchst du auch den Flatlock-Stich, prüfe, ob er in der Liste steht.
Für wen die Coverlock-Maschine gedacht ist
Sie ist eine zweite Maschine, keine erste. Sie lohnt sich, wenn du oft Jersey-Kleidung, Sportbekleidung oder Unterwäsche nähst und Säume willst, die sich mit dem Stoff dehnen. In unserer eigenen Kategorie findest du die Brother CV3550, die Elna easycover und die Janome Cover Pro 3000 Professional.
Die Maschinen wiegen ähnlich viel: 8,0 kg die Brother, 8,6 kg die Elna und die Janome. Das ist kein Unterschied, der die Kaufentscheidung trägt. Mehr zählt die Liste der Stiche: Brother und Janome geben Kettenstich, schmalen Zweinadel-Coverstich, breiten Zweinadel-Coverstich und Dreinadel-Coverstich an. Bei der Elna easycover sind die Stiche in unserem Eintrag nicht strukturiert angegeben: Öffne den Eintrag und prüfe die angezeigten Daten, bevor du dich entscheidest.
Die Kombimaschine: eine Maschine, zwei Arbeiten
Es gibt Maschinen, die Overlock und Coverstich zusammen beherrschen. Im Katalog findest du sie in der Kategorie der Kombimaschinen für Overlock und Coverstich: bernette 68 AIRLOCK, PFAFF coverlock 3.0, BERNINA L 890, Baby Lock Triumph.
Die bernette 68 AIRLOCK ist die am besten dokumentierte: Sie gibt Zwei-, Drei- und Vierfaden-Overlock, elastischen Dreifaden-Overlock, Zwei- und Dreifaden-Flatlock, Rollsaum, Vier- und Fünffaden-Sicherheitsstich und alle Coverstiche sowie Kettenstich an. Sie wiegt 8,9 kg und hat eine Leistung von 75 W bei 230-240 V. Die PFAFF coverlock 3.0 wiegt 9,5 kg.
Der Vorteil liegt auf der Hand: eine einzige Maschine auf dem Tisch und ein einziger Kauf. Die Grenze ist ebenso klar: Um von einem Stich zum anderen zu wechseln, musst du die Maschine umrüsten, und wer in einem Projekt ständig zwischen beiden Arbeitsgängen wechselt, wird dadurch ausgebremst. Wer ein ganzes Kleidungsstück mit Overlock-Nähten und Coverstich-Saum näht, wechselt mehrmals von einer Einstellung zur anderen.
Wie du entscheidest
- Du nähst überwiegend nicht elastische Stoffe, mit etwas Jersey. Eine Overlock. Den elastischen Saum nähst du mit der Zwillingsnadel deiner Nähmaschine.
- Du nähst regelmäßig Jersey und Sportbekleidung. Overlock plus Coverlock-Maschine, oder eine Kombimaschine, wenn wenig Platz ist.
- Du hast schon eine Overlock. Ergänze nur die Coverlock-Maschine: Die Brother CV3550 und die Janome Cover Pro 3000 Professional geben den vollständigen Satz an Coverstichen an.
- Du hast nur Platz für eine Maschine und willst beide Stiche. Schau dir die Kombimaschinen an und vergleiche die angegebenen Stiche einzeln, denn nicht alle geben dieselbe Liste an.
Was du in den Einträgen prüfen solltest
Öffne vor dem Kauf den Eintrag und suche drei Dinge: die angegebenen Stiche, das Gewicht und die Stromversorgung. Manche Einträge zeigen die Stromversorgung nur für einen Markt (die Brother 1034D nennt 110 V, achte also darauf, dass das bei dir verkaufte Modell das mit 230 V ist). Bei den Preisen: Unsere Einträge enthalten keine aktuelle Preisliste, prüfe den Preis im Geschäft deiner Wahl.
Wenn du zwischen zwei Modellen derselben Kategorie schwankst, nutze die Vergleiche der Seite: Sie stellen die angegebenen Daten nebeneinander.